ARCH+ 229


Erschienen in ARCH+ 229,
Seite(n) 178-181

ARCH+ 229

House of One

Von Kuehn Malvezzi

Der Petriplatz im historischen Stadtzentrum Berlins war seit dem frühen Mittelalter ein religiöser Ort. An dieser Stelle wurde die Petrikirche in dem Zeitraum vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert insgesamt fünf Mal neu errichtet. Obwohl der Bau im Zweiten Weltkrieg kaum Schaden nahm, wurde die letzte Petri­kriche durch die DDR-Regierung 1964 abgetragen. Erst zwischen 2006 und 2009 legten archäologische Grabungen auf dem seither als Parkplatz genutzten Grundstück die Fundamente der letzten drei Kirchen wieder frei.

Ein interreligiöser Verbund – bestehend aus der evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, dem Rabbinerseminar Abraham-Geiger-Kolleg und der muslimischen Dialog­initiative Forum Dialog e.V. – initiierte einen Architekturwettbewerb, den das Büro Kuehn Malvezzi gewann. Das Gebäude wird den drei monotheistischen Religionen, dem Judentum, Christentum und dem Islam als Bet- und Lehrhaus dienen. Kuehn Malvezzi schreiben:

–––––– Nutzung: interreligiöses  Bet- und Lehrhaus Architektur: Kuehn Malvezzi Team: Margherita Fanin, Anna Naumann, Christian Felgendreher,  Berenice Corret, Yu Ninagawa Bauherr: Stiftung House of One – Bet- und Lehrhaus Berlin Ort: Berlin, Deutschland Jahr: geplante Grundsteinlegung 2019, Fertigstellung offen (kontinuierliches Weiterbauen)  

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