ARCH+ 229


Erschienen in ARCH+ 229,
Seite(n) 198-205

ARCH+ 229

Wohnhaus Prenzlauer Berg

Von Barkow Leibinger Architekten

Die große Beliebtheit städtischen Wohnens macht die Nachverdichtung des Bestands zunehmend erforderlich, denn steigende Bevölkerungszahlen in Städten wie Berlin erfordern Strategien für eine flächensparende Entwicklung, um zu verhindern, dass sie sich immer weiter in das Umland ausdehnen. Auch gründerzeitliche Blockrandstrukturen halten Potentiale für bauliche Ergänzungen auf nach der Kriegszerstörung nicht wieder bebauten Flächen bereit. So besetzt das Gebäude von Barkow Leibinger im Bezirk Prenzlauer Berg ein Grundstück im Innenhof eines typischen Berliner Blocks und schafft dort rund 500 Quadratmeter Wohnfläche. Die prägnante Form des Baukörpers folgt aus der strengen Einhaltung der baurechtlichen Vorgaben, die durch die Bauordnung der Stadt Berlin festgelegt werden.

Zunächst widersprachen die Forderungen der Bauaufsicht den Wünschen der Denkmalbehörde, die aufgrund des Bestandsschutzes für den Gesamtblock mit in die Planung einbezogen wurde: Die Kubatur sollte dem Vorgängerbau an selber Stelle entsprechen, gleichzeitig waren aber die Abstands­flächen zu den Nachbargebäuden zu beachten.

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Architektur: Barkow Leibinger Team: Andreas Lang (Projekt­leitung), Antje Steckhan, Martina Bauer, Marian Beschoner Tragwerksplanung: HHT-Bauingenieure Ingenieur­gemeinschaft für Tragwerksplanung + Baukonstruktion GbR, Berlin, Deutschland Fassadenplanung: Dipl.-Ing. Karl Hügerich GmbH, Berlin, Deutschland Bauherr: Privat Ort: Berlin, Deutschland Jahr: 2015–16

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