ARCH+ 230


Erschienen in ARCH+ 230,
Seite(n) 108-110

ARCH+ 230

Sand – Ein Rohstoff wird knapp

Von Pereira, Kiran

Was sind die meistverbrauchten Rohstoffe der Erde? Die Antwort ist überraschend und doch naheliegend: Sand und Kies. Diese Zuschlagstoffe haben in puncto Ressourcenverbrauch inzwischen sogar das Wasser überholt. Die Menschen denken über Sand nicht viel nach, es sei denn, sie planen gerade die nächsten Ferien am Meer. Und doch ist dieser Rohstoff so dominant und allgegenwärtig wie kein anderer. Die Verwendungszwecke von Sand sind überaus zahlreich und vielfältig. Sand und seine Derivate werden nicht nur zur Herstellung von Glaswaren, Fenster-scheiben und natürlich Beton verwendet, sie stecken auch in Zahnpasta und Kreditkarten, in Mobiltelefonen, Computern und anderen Geräten, die unsere hypervernetzte Gesellschaft am Laufen halten. Doch die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage wächst. Auch wenn es überraschen mag, braut sich in vielen Teilen der Welt eine ‚Sandkrise‘ zusammen. Sand ist zu einem ‚Konfliktmineral‘ geworden und die Lage wird sich weiter verschlimmern3, wenn wir nicht bald handeln.

Die Bauindustrie ist bei weitem der größte Verbraucher, wenn auch bei weitem nicht der einzige, der Anspruch auf die Ressource Sand erhebt. Sport-, Gartenbau-, Glas-, Elektronik-, Industrie-mineralien-, Energie- (hydraulic fracturing) und Wasserindustrie sind nur einige von vielen. Erstaunlicherweise gibt es jedoch keine genauen Statistiken über den globalen Sandabbau.

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