ARCH+ 230


Erschienen in ARCH+ 230,
Seite(n) 140-147

ARCH+ 230

Die Human Community in Constantinos Doxiadis’ urbanisierter Welt

Von Theodosis, Lefteris

Der griechische Architekt und Stadtplaner Constantinos Doxiadis (1913–75) war einer der letzten klassischen Modernisten. In der Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg trat er einerseits als versierter Verwaltungsbeamter in Erscheinung, andererseits gewann er mit seinem Planungsbüro Doxiadis Associates (DA) aufgrund umfangreicher Aufträge für Wohnungsbauprogramme in der dekolonialisierten Welt schnell an Bedeutung. Das erste Großprojekt von DA war das irakische nationale Wohnungsbauprogramm, mit dem das Büro im August 1955 betraut wurde und dem 1958 der Auftrag für den Masterplan von Bagdad folgte.

Diese Projekte festigten Doxiadis’ Ruf als Planungsexperte und ließen sein ursprünglich kleines Büro mit einer Handvoll von Architekten und Ingenieuren zu einer internationalen Planungs- und Beratungsorganisation aufsteigen. Darüber hinaus entwickelte er bei diesen Projekten die organisatorischen Modelle, Methoden und Gebäudetypen, die er später bei vielen seiner Projekte einsetzte, darunter bei der Planung Islamabads, der neuen Hauptstadt von Pakistan. Eines der Entwurfskonzepte, das schon bei der Organisation der irakischen Siedlungen zum Einsatz kam, war die sogenannte Human Community.

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