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ARCH+ 231


Erschienen in ARCH+ 231,
Seite(n) 64-69

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Der Wert von Grund und Boden: Wie Community Land Trusts das Wohnen erschwinglich halten

Von Mironova, Oksana

Die Kombination aus stagnierenden Gehältern und steigenden Mieten führt dazu, dass die Hälfte aller Mieter in New York City durch Wohnkosten übermäßig belastet ist.1 Das Ausmaß der Wohnungskrise lässt Interessensver-treter, Entscheidungsträger, Wissenschaftler und ganz normale New Yorker nach neuen Wegen suchen, um erschwinglichen Wohnraum zu errichten oder zu erhalten. Ein Modell, das unter Wohnungsaktivisten immer mehr an Zugkraft gewinnt, ist das des genossenschaftlichen Community Land Trust (CLT). CLTs haben eine mit dem deutschen Erbpachtsystem vergleichbare, duale Struktur, in der das Eigentum an Grundstück und Gebäude voneinander getrennt ist. CLTs versuchen oft auf der Nachbar-schaftsebene auch Themen anzusprechen, die über bezahlbares Wohnen hinausgehen, etwa Milieu- oder Umweltschutz. Zwar gibt es in New York bereits einige CLTs, einer Verbreitung dieses Ansatzes stehen aber zahlreiche Hindernisse im Weg, an erster Stelle die hohen Bodenpreise. Nichtsdestotrotz ist das Modell von großer Bedeutung bei der Lösung der anhaltenden Wohnungs-krise in der Stadt, die letztlich ein strukturelles Problem darstellt und nicht auf der Ebene der einzelnen Wohnung oder der Architektur abzuhandeln ist.

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