ARCH+ 231


Erschienen in ARCH+ 231,
Seite(n) 78-83

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In Grund und Boden: Wie die Finanzialisierung von Bodenmärkten und Flächennutzung Städte unter Druck setzt

Von Hesse, Markus

Düstere Deals

Es ist bereits ein Gemeinplatz, dass der Prozess der Globalisierung die Lebenswirklichkeiten in Städten ebenso wie deren Entwicklungsperspektiven in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Der Entstehung eines weltweiten Handels- und Produktionsregimes, das sich im vergangenen Jahrhundert erst durch umfassende politische Regulierung richtig entfalten konnte, folgte die Globalisierung von Dienstleistungen. Technologische Innovationen in der Datenverarbeitung ermöglichten aktuelle Trends wie Digitalisierung oder den Trend zur Plattformökonomie.

Der steigende Einfluss der Finanzmärkte auf die Realwirtschaft hat diese Tendenzen weiter verschärft. Tradierte Grenzen zwischen Wirtschaftszweigen oder Territorien heben sich auf, globale und lokale Maßstäbe sind zunehmend verwischt. Grund und Boden als prinzipiell nicht mobiles Gut gehen verstärkt als asset, als aktiver Vermögenswert, in die Sphäre der globalen Tauschwirtschaft ein.

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