ARCH+ 232


Erschienen in ARCH+ 232,
Seite(n) 84-87

ARCH+ 232

Yoshino Cedar House

Von Hasegawa, Go

Die verheerenden Auswirkungen von Airbnb auf die Bezahlbarkeit von Wohnraum führen deutlich vor Augen, wie zweischneidig die Auswirkungen der sogenannten Sharing Economy sind. Um sein Image als disruptives Unternehmen aufzupolieren, hat es in der japanischen Ortschaft Yoshino ein Gemeinschaftshaus errichtet, das halb Bürgerzentrum, halb Gästehaus ist. Das Haus soll, „die kulturelle Tradition von Yoshino erhalten, einen Wirtschaftsimpuls geben und die lokale Bevölkerung mit Besucher*innen in einer Weise verbinden, in der sich die Einzigartigkeit dieses kleinen Dorfs widerspiegelt“.

Auch wenn das Yoshino Cedar House kollektiv bewirtschaftet wird und die Erträge lokal reinvestiert werden, legt das Projekt die ambivalenten Machtverhältnisse offen, die den Tausch materieller Ressourcen gegen symbolisches Kapital kennzeichnen; es verdeutlicht zudem, wie Gemeinschaffen und Einhegung untrennbar miteinander verbunden sind.

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