ARCH+ 232


Erschienen in ARCH+ 232,
Seite(n) 170-173

ARCH+ 232

Dragon Court Village

Von Eureka

Das Einfamilienhaus in der Vorstadt ist nicht nur in Japan eine der beliebtesten Wohnformen. Das Büro Eureka schafft mit dem Projekt Dragon Court Village einen Gegenentwurf zur Funktionstrennung der Moderne: Wohnen und Arbeiten stehen nicht länger als Gegenpole zueinander, sondern bilden ein räumliches Gefüge, das sich in der dorfartigen Struktur manifestiert. Die Verknüpfung von Produktion und Reproduktion wird nicht nur in der Konfiguration des Grundrisses deutlich, sondern auch in der Nutzung der Erdgeschosszone als gemeinschaftliche Fläche mit Arbeitsräumen und der wöchentlichen Bespielung als Markt. Das Projekt steht für die Vision eines (re)produktiven Raumes von heute, der 
ein gemeinschaftlich orientiertes Zusammenleben ermöglicht.

Die räumlich durchlässige Struktur aus neun Wohneinheiten, die um einen Hof angeordnet sind, befindet sich in einem suburbanen Gebiet der Großstadt Nagoya, die als wichtigster Produktionsstandort für Autos in Japan gilt. Die Grundfläche des Gebäudes nimmt nur die Hälfte des Grundstücks ein, da der Fußabdruck der individuellen Wohneinheiten auf ein Minimum reduziert ist. Diese werden zwar ebenerdig erschlossen, entwickeln sich aber mäandernd in die Höhe und halten dadurch die Erdgeschosszone für gemeinschaftliche Aktivitäten frei.

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