ARCH+ 235


Erschienen in ARCH+ 235,
Seite(n) 134-139

ARCH+ 235

Paul Ludwig Troost und die „germanische Tektonik“

Von Mayer, Hartmut /  Trüby, Stephan

Paul Ludwig Troost war bis zu seinem Tod 1934 „Erster Baumeister des Führers“ und verantwortlich für Münchens Umgestaltung zur „Hauptstadt der Bewegung“. Auf dem Königsplatz plante er für Adolf Hitler ab 1930 Repräsentationsbauten, die er mit dem vorhandenen Ensemble aus Leo von Klenzes Glyptothek und den Propyläen sowie Georg Friedrich Zieblands Neuer Staatsgalerie (heute: Staatliche Antikensam­m­lungen) in Bezug setzte. Der Führerbau (heute: Hochschule für Musik und Theater), der NSDAP-Verwaltungsbau (heute: Haus der Kulturinstitute) und zwei nicht erhaltene Ehrentempel sowie das unweit in der Prinz­regentenstraße liegende Haus der Deutschen Kunst (heute: Haus der Kunst), waren stilprägend für die Heraus­bildung einer national­sozialistischen Architektursprache. Der Archi­tek­turtheoretiker Hartmut Mayer hat sichintensiv mit dem Klassizismus in Deutschland auseinandergesetzt, vor allem mit Friedrich Schinkel und Karl Bötticher. In seinem 2007 erschienenen Buch Paul Ludwig Troost – „Germanische Tektonik“ für München unternimmt er den Versuch, den Klassizismus vor rechten Ideologien zu retten.

Ein Gespräch mit Stephan Trüby

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