ARCH+ 237


Erschienen in ARCH+ 237,
Seite(n) 28-43

ARCH+ 237

Studentenbewegung

Von Kuhnert, Nikolaus

Nachdem ich 1958 die Friedrich-Ebert-Schule mit dem Abitur abgeschlossen hatte, absolvierte ich für ein halbes Jahr ein Baupraktikum und begann dann an der Technischen Universität Berlin Architektur zu studieren. Ich wollte in die Fußstapfen meines Vaters treten. Das war mir immer schon klar gewesen, auch wenn ich zu dieser Zeit kaum ein Bild davon hatte, was es bedeutet, Architekt zu sein. Doch schnell hat mich das Massenstudium an der TU – gleichwohl es nach heutigen Maßstäben ein solches noch nicht war – extrem abgestoßen. An der TU lernte ich Andreas Reidemeister kennen, der dort ebenso unzufrieden war wie ich. Durch Selbststudium und praktische Tätigkeit versuchten wir der lähmenden Leere zu entfliehen. Gemeinsam wechselten wir zunächst an die Hochschule für bildende Künste, um Malerei zu studieren. Ein Jahr lang habe ich mich in der Vorklasse von Hans Jaenisch vornehmlich mit Aktzeichnen befasst.

Wir begannen schließlich zusammen an Architekturwettbewerben teilzunehmen. 1960 reichten wir einen Entwurf für die Kunsthalle Düsseldorf (veröffentlicht in der Bauwelt, Heft 1, 1961) ein, 1961 einen Entwurf für ­das Dänische Kulturzentrum in Kopenhagen, doch wir gewannen keinen der Wettbewerbe. Aus den Misserfolgen zogen Andreas und ich den Schluss, nun praktisch tätig zu werden und zu bauen.

...

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!