ARCH+ 239


Erschienen in ARCH+ 239,
Seite(n) 228-235

ARCH+ 239

Die Hotspots als infrastruktureller Raum im europäischen Kampf gegen Migration

Von Ayata, Bilgin

Was bedeutet es, Europa als Infrastruktur zu begreifen? Und welche Rolle spielt dabei Migration, eines der gegenwärtig meist diskutierten Themen in Europa? In diesem Beitrag möchte ich diesen Fragen anhand des Konzepts der EU nachgehen, sogenannte „Hotspots“ einzurichten. Diese wurden im Rahmen der Europäischen Migrationsagenda 2015 eingeführt und sukzessive in Griechenland und Italien umgesetzt – so etwa das mittlerweile berühmt-berüchtigte Lager Moria auf der Insel Lesbos oder der Hotspot in Pozzallo auf Sizilien.

Migration wurde anfänglich überwiegend unter den Aspekten nationaler Identität und gesellschaftlicher Zugehörigkeit diskutiert. In den vergangenen drei Jahrzehnten ist es allerdings weltweit zunehmend zur Norm geworden, Migration als ein Sicherheitsproblem zu betrachten. In der Migrationsforschung wird dies als securitization (zu Deutsch etwa „Versicherheitlichung“) von Migration bezeichnet.

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