ARCH+ 173

Download-Preis: 2,10 € In den Warenkorb


Erschienen in ARCH+ 173,
Seite(n) 12-18

ARCH+ 173

Jenseits von Schrumpfung

Von Kuhnert, Nikolaus /  Ngo, Anh-Linh /  Akbar, Omar /  Beeck, Sonja /  Kaltenbrunner, Robert /  Oswalt, Philipp /  Vöckler, Kai

archplus im Gespräch

Fortsetzung auf den Seiten 34 und 62

Renaissance der Planung? archplus: Als im Jahre 2000 der Kommissionsbericht der Bundesregierung zum Problem des Wohnungsleerstands in Ostdeutschland vorgestellt und als Reaktion darauf 2001 der Bundeswettbewerb ‘Stadtumbau Ost’ ausgeschrieben wurde, erlebte die Planungsdisziplin in Deutschland in unserer Wahrnehmung eine Art Renaissance. Von wenigen lokalen Ausnahmen wie die ‘IBA Emscher Park’ in den 1990ern abgesehen, wird hier zum ersten Mal seit der Planungseuphorie der 1960er/70er Jahre der Planungsdisziplin wieder eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung eines gesamtgesellschaftlichen Problems zugeschrieben. Die Politik hat mit dem Programm ‘Stadtumbau Ost’ nichts Geringeres zum Ziel als “dem drohenden physischen Verfall und der sozialen Erosion in den Städten entgegenzuwirken” (Ausschreibung). Als eines der zentralen Instrumente taucht häufig der Begriff der ‘Integrierten Planung’ auf. Die ‘Integrierte Entwicklungsplanung’, abgekürzt auch ‘Integrierte Planung’ genannt, wurde Ende der 1960er Jahre im Gefolge der Verwaltungsreformen als verwaltungstechnischer Planungsansatz entwickelt. Dieser Ansatz sollte in Zeiten knapper werdender Ressourcen die mittelfristige Planbarkeit staatlicher Investitionen garantieren, indem der gesamte Staatsbereich nicht nach Ressorts, sondern nach Aufgaben zu planen sei. Was ist vor diesem Hintergrund heute im Städtebau unter ‘Integrierter Planung’ zu verstehen?

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!