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ARCH+ 167


Erschienen in ARCH+ 167,
Seite(n) 70-71

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Kollektive Fußtritte

Von Topham, Sean

In den frühen 1960er Jahren benötigte die Architektur einen kräftigen Tritt in den Hintern – und den erhielt sie auch. Die Stiefel, die diesen Tritt ausführten, gehörten zu Kollektiven junger Architekten, die sich zu jener Zeit in einer Reihe von europäischen Städten zusammengefunden hatten. Die bevorzugten Gebäude der Planungsbehörden in Großbritannien und auf dem europäischen Festland waren langweilige Betonwohntürme. Zwischen denjenigen, die für diese neugebaute Umwelt verantwortlich zeichneten, und denjenigen, die dort leben mußten, gab es keinen oder jedenfalls keinen nennenswerten Dialog. Die deprimierende Aussicht, weitere langweilige Gebäude entwerfen zu müssen, ging manchen jungen Architekten gehörig gegen den Strich. Die in den neuen Wohnsilos lebenden Jugendlichen konnten Fensterscheiben einwerfen und Wände beschmieren, wenn sie ihre Unzufriedenheit ausdrücken wollten. Die jungen Architekten mußten jedoch andere Mittel und Wege finden, um ihrer Frustration Luft zu machen.
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