ARCH+ 164/165


Erschienen in ARCH+ 164/165,
Seite(n) 64-71

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Krieg der Städte

Von Weizman, Eyal /  Misselwitz, Philipp

Eyal Weizman im Gespräch mit Philipp Misselwitz

 

Philipp Misselwitz: Seit dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 befindet sich die westliche Welt im Bann des Feldzuges gegen den Terrorismus, der zu einer weltweiten militärischen Aufrüstung geführt hat. Das Zeitalter der Clausewitz’schen Definition von Krieg als symmetrischem Kampf auf offenem Feld ist endgültig vorbei: Kriegsschauplatz sind die Städte geworden, unser aller Alltag. Unsere Parlamente debattieren den Einsatz von Militär zur Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit im Inland, ehemals der Polizei vorbehalten. Öffentliche Plätze werden zu Schauplätzen brutaler, kriegsähnlicher Auseinandersetzungen mit Demonstranten und Globalisierungsgegnern. Brauchen wir eine neue Definition der Kriegsführung im Verhältnis zur Stadt ...?

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