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ARCH+ 111

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Erschienen in ARCH+ 111,
Seite(n) 58-63

ARCH+ 111

Die Stadt als Wellental in der Bilderflut

Von Flusser, Vilém

Wir sollten (wenn es um „Stadt" geht) topologisch statt geographisch denken lernen und die Stadt nicht als einen geographischen Ort, sondern als Krümmung in einem Feld ansehen. Das ist kein bequemes Unterfangen. Es geht um einen der berüchtigten „Paradigmensprünge". Schon als man sich gezwungen sah, die Geographie nicht als Beschreibung einer ebenen Fläche, sondern einer Kugeloberfläche zu sehen, hatte man Schwierigkeiten. Stehen etwa die Bewohner der südlichen Halbkugel auf dem Kopf? Wir haben unsere Imagination noch mehr als damals anzustrengen. Allerdings haben wir Bilder von Gleichungen, welche uns dies erleichtern. Wir sind, zum Beispiel, gewöhnt, das Sonnensystem als einen geographischen Ort zu sehen, in welchem einige Körper um einen großen kreisen. Wir sehen es so, weil uns das so auf Bildern gezeigt wird, nicht, weil unsere Augen das irgendwo wahrgenommen hätten. Aber wir verfügen heute auch über andere Bilder...
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