ARCH+ 21: Stadtteilarbeit

In den letzten Jahren war die relative Verschlechterung der Reproduktionsbedingungen im Wohn- und Stadtteilbereich Anlaß für Konflikte, die zur Bildung von Bürgerinitiativen führten. Als Ausruck dieser Verschlechterung des Reproduktionsniveaus griffen die Bürgerinitiativen insbesondere die Unterversorgung mit staatlichen Leistungen auf, die Zerstörung der ökonomischen und sozialen Struktur ganzer Stadtteile durch Flächensanierung, die damit verbundene Vertreibung der Bewohner in schlechtere oder teurere Wohngebiete, sowie die Qualitätsminderung der Bauten durch geplanten Verschleiß. Die Unterversorgung der Stadtteile mit staatlichen Leistungen drückt sich direkt aus im Mangel an Verkehrs-, Bildungs- und Sozialleistungen, indirekt in der mangelhaften Zuordnung dieser Einrichtungen zu den Wohnungen. Die vorhandene oder fehlende Anbindung an lokale oder regionale Verkehrsführungen, die Ausstattung der Stadtteile mit Schulen und Sozialeinrichtungen steigern oder mindern den Gebrauchswert der Wohnungen. Die Versorgung eines Stadtteils mit staatlichen Leistungen bietet bei relativer Unterversorgung „Standortvorteile", die sich für die Mieter als Mietpreissteigerungen und für die Haus- und Grundbesitzer als Möglichkeit zum Abschöpfen zusätzlicher Gewinne auswirken, und beeinflußt damit auch den Tauschwert der Wohnungen. ...

 

Inhaltsverzeichnis

Thema

1-4

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Editorial: Zum Themenbereich Stadtteilarbeit

5-23

Lokale Demokratie - Beteiligung der Bürger an der Planung

24-26

Von der Verantwortung des Architekten

27-42

Gemeinwesenarbeit als Ideologie und soziale Kontrolle: Ein Beitrag zur Sozialarbeit im Stadtteilbereich

43-45

Hinweis auf eine Schwierigkeit im Verhältnis von Partizipation und parlamentarischer Rechtsstaatlichkeit

46-59

Gegen die operationale Auffassung der ästhetischen Funktion

Zeitung

60-61

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Dieter Läpple "Staat und allgemeine Produktionsbedingungen" (Rezension)

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