ARCH+ 25: Berliner Planungen, Fortsetzung der Diskussion zum Milieubegriff

Vorortgründungen

Wer Berlin in den ersten drei Jahrzehnten dieses Jahrhunderts gekannt hat, erinnert sich einer bipolaren Stadt: innerhalb der modernen Stadtmauer, welche die Ringbahn darstellt, lag das, was Hegemann das steinerne Berlin genannt hat: das Berlin der Mietskaserne; er sagte: die größte Mietskasernenstadt der Welt! Außerhalb der Ringbahn lag ein völlig anderes Berlin: zunächst der Gürtel der Schrebergärten, durchsetzt übrigens von Fabrikgeländen an bestimmten bevorzugten Standorten dieses inneren Ringes, die sich im Nordwesten, im Norden, Osten und Süden befanden; im Westen und Südwesten gab es nur an vereinzelten Stellen und viel weiter draußen Industrie: bei Spandau, bei Teltow, bei Potsdam (Nowawes). Dort, im Westen und Südwesten, um den Grunewald herum, gab es nicht einmal viel vom Schrebergartenring; vielmehr schloß sich hier unmittelbar an die Stadt der Mietskasernen ein weites Gartengebiet an; und wenn Hegemann Berlin die größte Mietskasernenstadt der Welt genannt hat, so hätte er es ebensogut die größte Villenstadt der Welt nennen dürfen; denn nicht nur erstreckten sich die Südwestvororte bis nach Potsdam; es gab einen zweiten bedeutenden Zipfel nach Südosten, von Karlshorst bis zu den Dahmeseen; und es gab einzelne Kolonien wie Frohnau im Norden; auch sie bedeckten erhebliche Flächen außerhalb der Stadt. ...

 

Inhaltsverzeichnis

Thema

1-10

Vorortgründungen

11-17

Der Berliner Bebauungsplan von 1862 und die Entwicklung des Wedding

18-35

Die preußische Bauverwaltung und ihre Ausbildung von 1770 bis 1850

36-54

Einige Aspekte zum Berufsbild von Stadt- und Regionalplanern im öffentlichen Dienst

55-62

"Milieu" und was dahinter steckt

63-64

Die Abstraktion vom Tauschwert

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