ARCH+ 31: Stadtteilarbeit und Sozialpolitik

Statt Erneuerung: Zerstörung und Zerfall

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise in den kapitalistischen Ländern, die längste und tiefste Krise seit Kriegsende, hat in der Bundesrepublik und in Westberlin den Wohnungsbau natürlich nicht ausgespart. Gerade in der Bauindustrie hat es besonders laut gekracht. Angesichts einer „Wohnungshalde" von etwa 200 000 leerstehenden, unverkäuflichen oder unvermietbaren Neubauwohnungen ist der Auftragsbestand im Wohnungsbau stark zusammengeschmolzen, und dabei wird es vorläufig auch bleiben. Erinnern wir uns, daß noch zur Zeit des Wirtschaftsministers Schiller der Wohnungsbau das beliebteste Kind der „antizyklischen Konjunkturpolitik" war. Steuergelder sollten während der Phase „überschäumender" Konjunktur zurückgestellt und in der Depression bevorzugt für staatliche oder staatlich geförderte Bauvorhaben ausgegeben werden. Die braven Keynesianer in Bonn versprachen sich von dieser Maßnahme einen "Multiplikatoreffekt", der wesentlich zur Stimulation eines neuen Aufschwungs beitragen würde. Aber die Sache hatte einen Haken: schon zu Beginn der Sechzigerjahre zeichnete sich ab, daß unter Beibehaltung des erreichten Wohnungsbauvolumens der Wohnungsmarkt bald nur noch begrenzt aufnahmefähig sein würde. ...

 

Inhaltsverzeichnis

Zeitung

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Aktuelles

Thema

3-7

Stadtteilarbeit und Sozialpädagogik

8-15

Erfahrungen der Mieter im Block 118

15-20

Die Wohnungsfrage ist nicht isoliert zu lösen!

21-23

Statt Erneuerung: Zerstörung und Verfall

24-29

Was halten die Bürger von Sanierung und ihrer Beteiligung daran?

30-32

Wohnverhältnisse, Stadtteilinitiativen und Sozialpädagogik

33-37

Bürger planen Verkehrsberuhigung selbst

38-39

Merkblatt über Mietkürzungen

40-41

Kein Verkauf unserer Häuser!

42-43

Filme zur Wohnungsfrage

44-49

Gewerkschaft und Planung

50-64

Wohnungsbaupolitik in der Weimarer Republik

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