Autor: Meyer, Hannes

Hans Emil Meyer, gen. Hannes Meyer (1889 - 1954) war ein Schweizer Architekt und Urbanist, der als Lehrer und Direktor am Bauhaus Dessau großen Einfluss ausübte.

Nach einer Maurerlehre und der Ausbildung zum Bauzeichner und Bauführer in Basel beginnt er 1909 im Architekturbüro von Albert Fröhlich in Berlin zu arbeiten und wechselte dann zu Johann Emil Schaudt. 1912–1913 verbrachte er für Studien in England. 1916 wurde er Assistent bei Georg Metzendorf in München. Ab 1919 wird er selbstständig Architekt in Basel.

1927 wird Hannes Meyer als Meisterarchitekt an das Bauhaus in Dessau berufen und ab 1. April 1928 Nachfolger von Walter Gropius als Direktor. Das Bauhaus gilt in nationalsozialistischen Kreisen als „rote Kaderschmiede". Am 1. August 1930 wird er aus politisch motivierten Gründen fristlos entlassen. Seine Nachfolge als Direktor tritt Ludwig Mies van der Rohe an.

Meyer geht 1930 nach Moskau und wird dort Hochschullehrer. Er fällt ab 1933 bei den stalinistischen Behörden zunehmend in Ungnade und kehrt deshalb 1936 in seine Schweizer Heimat zurück. 

1939 folgt Hannes Meyer einem Ruf der mexikanischen Regierung unter Lázaro Cárdenas del Río. Er wird Direktor des neu gegründeten Instituts für Städtebau und Planung mit Sitz in Mexiko-Stadt. 1942 begründet er den Verlag La Estampa Méxicana der Künstlervereinigung Taller de Gráfica Popular (Werkstatt der Volksgraphiker, TGP), den er von 1947 bis 1949 leitet. 1943 veröffentlicht er beim Exilverlag El libro libre ein Schwarzbuch über den Naziterror in Europa (El libro negro del terror nazi en europa).

Ende 1949 geht er nach einem Zerwürfnis mit den mexikanischen Behörden zurück in die Schweiz und widmet sich bis zu seinem Tod im Jahre 1954 vor allem der Herausgabe architekturwissenschaftlicher Literatur.

 

 

Artikel von Meyer, Hannes

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Der Architekt im Klassenkampf

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Zeitung

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Die Bundesschule des AGDB in Bernau von Hannes Meyer

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