Afritecture: Bauen mit der Gemeinschaft

Nach der erfolgreichen Kooperation mit DAM, AzW und ARCH+ im Rahmen des Projekts Think Global – Build Social! gibt Andres Lepik mit der Ausstellung "Afritecture" seinen Einstand als neuer Direktor des Architekturmuseums der TU München. Mit der ersten von ihm verantworteten Ausstellung setzt er zugleich ein Zeichen für die programmatische Neuausrichtung: Welche gesellschaftliche Verantwortung trägt die Architektur und welche eine Institution wie das Architekturmuseum? Wir dürfen gespannt sein. 

NLE_Baan.jpg NLÉ: Schwimmende Schule von Makoko, Lagos, Nigeria. © Iwan Baan

Eröffnung: 12.09.2013, 19.00
Ausstellungsdauer: 14.09.2013–12.01.2014


Die zeitgenössische Architektur in Afrika zeigt im Bereich des sozial engagierten Bauens derzeit viele innovative Ansätze: Ob Schulen, Kindergärten, Marktanlagen, Kliniken, Kulturzentren, Sportanlagen oder Versammlungsräume – es sind gerade öffentliche Bauten und gemeinschaftliche Einrichtungen, an denen sich neue Nutzungs- und Baukonzepte abzeichnen. Vielfach sind die späteren Nutzer unmittelbar am Entwurfs- und Bauprozess beteiligt. Neben dem Einsatz aktueller Technologien sind viele der Bauprojekte aus lokalen Materialien entwickelt und greifen vergessene Bautraditionen wieder auf.

Das Architekturmuseum der TU München legt in der Ausstellung »AFRITECTURE – Bauen mit der Gemeinschaft« den Fokus auf genau jene Projekte, die oftmals von Architektinnen und Architekten initiiert wurden und deren Konzeption globale Zusammenhänge genauso mit einbezieht wie die lokale Kultur und die Bedürfnisse einzelner Gesellschaftsgruppen. Durch die Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte entwickelten sie nachhaltige Lösungsansätze, die in der Ausstellung anhand von 28 Projekten aus zehn Ländern Subsahara Afrikas wie Kenia, Nigeria, Burkina Faso oder Südafrika gezeigt werden. Sie sind seit der Jahrtausendwende entstanden und wurden von afrikanischen, aber auch von europäischen und US-amerikanischen Architekten geplant.

Das Projekt wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Vorträgen und einem ganztägigen Symposium, das zentrale Aspekte der Ausstellung wie die Urbanisierung Afrikas, Partizipation und die Frage nach der architektonischen Identität aufgreift. 


Begleitprogramm zur Ausstellung:

VORTRÄGE:
Mi 25.09.2013 | Ernst von Siemens-Auditorium | 18.00
Jo Noero: Limits to Architecture

Do 17.10.2013 | Ernst von Siemens-Auditorium | 18.00
Diébédo Francis Kéré: Bridging the Gap und Farrokh Derakhshani: The Aga Khan Awards for Architecture: Challenges and Solutions

Do 31.10.2013 | Ernst von Siemens-Auditorium | 18.00
Wolfgang Lauber: Die Lehmarchitektur der Dogon in Mali

Do 28.11.2013 | Ernst von Siemens-Auditorium | 18.00
Cameron Sinclair: Building Chances: Architecture for Humanity

Do 5.12.2013 | Ernst von Siemens-Auditorium | 18.00
David Adjaye im Gespräch mit Okwui Enwezor. Moderation: Andres Lepik

SYMPOSIUM:
Do/Fr 14./15.11.2013 | Ernst von Siemens-Auditorium |
14.11.2013: 18.00-20.00 und 15.11.2013: 9.00–19.00
Nähere Informationen unter www.architekturmuseum.de
 

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