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ARCH+ displays: Siedlerbewegung im „Roten Wien“

Geschrieben am 03.08.2016
Kategorie(n): ARCH+ news, ARCH+ displays, Klaus Novy, Wiener Siedlerbewegung

Ein Reenactment in Erinnerung an Klaus Novy
Eröffnung: 8. September 2016, 18 Uhr
mit Verena von Beckerath, Bea Novy und Günther Uhlig
anschließend ARCH+ Sommerfest im Hof der Kunst-Werke
Bürozeiten 9.–30. September 2016, Mo–Fr, 11–18 Uhr

ARCH+ Studio
KW Seitenflügel rechts, 3. OG
Auguststraße 69
10117 Berlin 

Vor 25 Jahren starb Klaus Novy, der als Autor, Förderer und Impulsgeber mit der frühen Geschichte von ARCH+ aufs engste verbunden war. Der Ökonom und Publizist war ein Wegbereiter der heute wieder aktuellen Auseinandersetzung mit Themen wie der genossenschaftlichen Bewegung, der Selbsthilfe und Selbstorganisation, die er als Ausgangspunkt für alternative Wohnformen und städtebauliche Strukturen ansah. So wird seine wissenschaftliche Wiederentdeckung der Wiener Siedlerbewegung (1918–1934) bis heute von jungen Forschern als Referenz geschätzt.

Um an Novys Verdienste zu erinnern, zeigen wir im Rahmen eines Reenactments im ARCH+ Studio in den KW die Ausstellung Siedlerbewegung im „Roten Wien“, die er gemeinsam mit Günther Uhlig, Mitherausgeber von ARCH+, vor genau 35 Jahren zusammengestellt und im Bücherbogen am Berliner Savignyplatz präsentiert hat. Begleitet wurde die Ausstellung damals von dem Themenheft ARCH+ 55: Kampf um Selbsthilfe.

Das ARCH+ Display entstand in Kollaboration mit Stefan Gruber, der sich im Rahmen des Projektes „Spaces of Commoning“ an der Akademie der bildenden Künste in Wien mit der Arbeit von Klaus Novy auseinandergesetzt hat. Für Gruber liegt Novys Aktualität darin, dass dieser „in den Erfahrungen, Leistungen und Herausforderungen der Reformbewegung vor allem nach Lehren und Perspektiven für die Gegenwart und Zukunft genossenschaftlicher Wohn- und Organisationsformen“ suchte.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Krisen im Wohnungs- und Städtebau ist Novys Grundlagenarbeit aktueller denn je. Für ihn wurde die Wiener Siedlerbewegung „von einem Notprojekt ‚von unten‘ zu einem Projekt gesamtgesellschaftlicher Veränderung“. Indem er die Verbindungen zwischen der Wiener Siedlerbewegung und Protagonisten wie Margarete Schütte-Lihotzky und Adolf Loos freilegte, zeigte er auch eine Perspektive auf, wie sich Architekten in Prozesse des selbstorganisierten Bauens einbringen können.

Mit freundlicher Unterstützung des Solinger Spar- und Bauvereins  

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