Möglichkeitsräume – Experimentierfeld Skizzenbuch

Geschrieben am 14.06.2019
Kategorie(n): ARCH+ news, Deutscher Werkbund Berlin

Ausstellung: 10. Mai bis 20. Juni 2019
Finissage: 20. Juni, 19 Uhr mit Erik Spiekermann
Deutscher Werkbund Berlin, Goethestraße 13, 10623 Berlin 

01_Werkbund-Ausstellung_Skizzenbuch_kuratiert-von-Astrid-Bornheim.jpg Ausstellungsinstallation „Möglichkeitsräume – Experimentierfeld Skizzenbuch“ in der Werkbund Galerie Berlin von Kuratorin und Architektin Astrid Bornheim. Realisierung: Werkstatt Edgar Reinke. Foto: Jan Bitter

Bis 20.6.2019 ist in der Werkbund-Galerie in Charlottenburg die von Astrid Bornheim kuratierte Ausstellung „Möglichkeitsräume – Experimentierfeld Skizzenbuch“ zu sehen. Gezeigt werden 42 analoge und digitale Skizzenbücher von Künstlern, Designern, Architekten, Historikern, Journalisten, Handwerkern und Herstellern. Zur Finissage am Donnerstag, 20.6.2019 um 19 Uhr spricht der renommierte Schriftgestalter, Autor und Blogger Erik Spiekermann über sein persönliches Verhältnis zur Skizze und zum Skizzenbuch in Zeiten der Digitalen Transformation.

„Wir suchen nicht nach der repräsentativen Abbildung, sondern nach dem Repräsentativen im persönlichen kreativen Prozess“ erläutert die Kuratorin der Ausstellung Astrid Bornheim. „Es geht um die Entdeckung des Ephemeren, der Linie zwischen Ungewissheit und Gewissheit, um das Verfestigen des Gedankens beim Skizzieren, um das Spazierengehen mit dem Stift beim Denken.“ In 16 Vitrinen und auf fünf Monitoren sind 42 Skizzenbücher, Notizhefte, Kalender und digitale Dokumente zu sehen, die Einblick in intime Momente des kreativen Schaffensprozesses aller im Werkbund vertretenen Disziplinen geben. Darunter so prominente Architekten und Designer wie, Christoph Ingenhoven und Werner Aisslinger. Aber auch die Avantgarde ist vertreten mit digitalen Skizzenbüchern von Ludwig Heimbach, dreidimensionalen Modellskizzen von Kay Fingerle oder Kohleskizzen von Bernd Bess.

Neben sehenswerten Exponaten haben die Ausstellungsmacher eine inspirierende Sammlung an Aussagen zur Bedeutung des Skizzenbuchs von den Akteuren zusammengetragen. So schwärmt Werkbund-Vorstand Tim Heide: „Die Linie in meinem Heft, der Stift, die Hand, der Arm – alles scheint eine Verlängerung des Denkens zu sein.“ Und Sergei Tchoban bekennt: „Ein Skizzenbuch ist ein Spiegelbild meiner Gedanken über Architektur und Stadt. Alle Fragen, Ideen und Interessen finden hier mittels der Skizzen ihren Platz, oft diskutieren sie miteinander oder verweben sich zu neuen Konzepten.“

Konzipiert und umgesetzt wurde die Ausstellung mit dem Masterstudiengang AMM Architektur Media Management der Hochschule Bochum unter Leitung von Jan R. Krause. 

Mit Skizzenbüchern von Werner Aisslinger, Leonie Baumann, Bess Bernd, Roman Bittner, Harald Bodenschatz, Clemens Bonnen, Astrid Bornheim, Stefanie Bürkle, Albrecht Ecke, Barbara Ehring, Ingrid Lucia Ernst, Eckhard Feddersen, Kay Fingerle, Stefan Fittkau, Christoph Fleckenstein, Kompan/Torsten Frank/Karin Mashalova, FSB/Hartmut Weise, Folke Hanfeld, Tim Heide, Ludwig Heimbach, Uli Hellweg, Andreas Hild, Christoph Ingenhoven, Christine Jackob-Marks, Dagmar Jäger, Brigitte Kochta, Jan R. Krause, Rolf Lieberknecht, Natascha Meuser, Philipp Meuser, Walter Nägeli, Tobias Nöfer, Andreas Oevermann, Nicolaus Ott, Erik-Jan Ouwerkerk, Edgar Reinke, Helga Schmidt-Thomsen, Erik Spiekermann, Sergei Tchoban, Carla Wilkins, Kornelius Wilkens, Gerwin Zohlen

03_Werkbund_Skizze_Heimbach.jpg Crossmediales Skizzenbuch Ludwig Heimbach, 2019. Chasing rainbows. Skizziert mit Laptop, CAD, weißer Kreide, Cutter, Scotch Tape, Styrocut, Pappe, Pa¬pier, Sandwichkarton, Styrodur
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