Mies Arch European Union Prize 2011

Geschrieben am 02.04.2012
Kategorie(n): Arch+ news, Ausstellung, Mies van der Rohe Award

Ausstellung „Mies Arch European Union Prize 2011“ vom 9. Mai bis 3. Juni 2012: Alle zwei Jahre wird aus Europas Bauwerken der Preisträger für den Mies van der Rohe Award ausgewählt. Die beste europäische Architektur – alle Preisträger, Finalisten und Projekte der engeren Wahl, insgesamt 45 – werden gezeigt.

Präsentiert wird die Ausstellung vom M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW, der Architektenkammer NRW und dem DAM Deutschen Architekturmuseum.

CollageHouse_Foto_Jose-Hevia_710x400.jpg Collage House (Bosch/Capdeferro, Girona). Foto: José Hevia

Der Architekturpreis der Europäischen Union, organisiert von der Fundació Mies van der Rohe in Barcelona, würdigt herausragende, innovative, aktuelle Baukunst und visionäre Architekten. Er ist der renommierteste aller Architekturpreise in Europa. Alle Projekte, die gezeigt werden, repräsentieren einen Querschnitt durch Europas Architekturschaffen.

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 10.00 – 19.00 Uhr, Sa., So. und Feiertage 12.00 – 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und Begleitprogramm: www.mai.nrw.de, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf

Mies Arch 2011

Zur Preisvergabe an David Chipperfield Architects erklärte die Jury, das Projekt „Neues Museum Berlin“ zeige, welche zusätzlichen Qualitäten eine zeitgemäße architektonische Intervention bei der Restaurierung des historischen Gebäudes mit sich bringe - sowohl für seine Funktionalität als auch für die museale Präsentation.
Als besonders talentierte Nachwuchs-Architekten wurden Ramon Bosch and Bet Capdeferro für ihr “Collage House“ in Girona geehrt.

Für das Preisverfahren 2011 hatten internationale Architekturexperten insgesamt 343 Arbeiten aus 33 europäischen Ländern vorgeschlagen. In die Endrunde kamen neben den späteren Preisträgern 2011 das Bronks Youth Theatre (Brüssel, Martine De Maeseneer, Dirk Van den Brande); MAXXI: Museum of XXI Century Arts (Rom, Zaha Hadid, Patrick Schumacher, Gianluca Racana); Concert House Danish Radio (Kopenhagen, Jean Nouvel); Acropolis Museum (Athen, Bernard Tschumi) sowie das Rehabilitation Centre Groot Klimmendaal (Arnheim, Koen van Velsen).

Zum Hintergrund:

Fundació Mies van der Rohe

Alle zwei Jahre seit 1988 vergibt die Stiftung Mies van der Rohe den Preis. Sie hat ihren Sitz in Barcelona und wurde 1983 gegründet, um eines der berühmtesten Bauwerke van der Rohes zu restaurieren: den Barcelona-Pavillon, der 1929 als deutscher Pavillon für die Weltausstellung entstand.

Mies van der Rohe Award for European Architecture

Der renommierte Architekturpreis wurde 1987 von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und der Stiftung Mies van der Rohe, Barcelona, ins Leben gerufen. Heute ist er der offizielle Architektur-Preis der Europäischen Union.

Der Preis zeichnet besonders qualitätvolle Architekturen aus, würdigt innovative Technologien und prämiert nachhaltige Konzepte. Besonderes Augenmerk wird auf Ansätze und Arbeiten junger Architekten gelegt, die eine gesonderte Würdigung bekommen. Vorgeschlagen werden können Bauwerke jeglicher Art: z.B. Wohnhäuser, kulturelle Einrichtungen, Schulen, Sportstätten, Krankenhäuser, Infrastrukturen und Transportsysteme. So wird alle zwei Jahre gezeigt, wie Architekten in Europa heute arbeiten und denken. Bauwerke, die europaweit beispielhaft sind und die jeweiligen Trends architektonischen Schaffens repräsentieren, erhalten durch den Award öffentliche Beachtung. Eine Wanderausstellung zeigt die von der Jury ausgewählten Werke – den Preisträger, die besondereErwähnung, die Finalisten und die engere Auswahl.

Das Verfahren

Alle zwei Jahre werden der Jury von einer Gruppe unabhängiger Experten, den Mitgliedern des Architects’ Council of Europe (ACE), der nationalen europäischen Architektenverbände und dem Beratungsausschuss Vorschläge vorgelegt. Die Jury trifft sich zweimal. Bei ihrem Treffen bewerten sie die nominierten Arbeiten und treffen eine Vorauswahl sowie eine finale Auswahl.

www.miesarch.com

Chipperfield_Berlin_1__01.jpg Neues Museum, Berlin (David Chipperfield). Stiftg. Preuß. Kulturbesitz. Foto: v. Bruchhausen
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