ARCH+ 72

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Erschienen in ARCH+ 72,
Seite(n) 58-59

ARCH+ 72

Der Wiederaufbau von Freudenstadt, 1949-54

Von Speidel, Manfred

Freudenstadt im Schwarzwald, um 1599 von Herzog Friedrich von Württemberg und seinem Baumeister Heinrich Schickhardt als Kolonistenstadt konzipiert und begonnen in der Form einer Idealstadtanlage, hat in der Stadtbauliteratur keinen allzu hohen Stellenwert erhalten. J. Stubben in „Der Städtebau" spricht zwar von einem „besonders bemerkenswerten Grundriß" der Stadt in der „Form eines Mühlbretts", aber beschreibt sie ohne jede weitere Wertung. Als eine der wenigen gebauten Idealstädte spricht Lewis Mumford dieser Form keine Beziehung zu einem sozialen Inhalte zu, Wolfgang Braunfels ist noch ablehnender gegenüber dieser „auferlegten Form", deren Einfall dem Herzog beim Brettspiel des Mühlespiels kam, also aus einer willkürlichen Laune eines Fürsten entsprang und dann so viele Ungeschicklichkeiten barg wie die Forderung der geschlossenen Ecken nach Winkelbauten für die Eckkirche und das Rathaus. „Als Architekturereignis schön war diese Stadt zu keinem Zeitpunkt, bestenfalls kurios ..."

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