ARCH+ 54

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Erschienen in ARCH+ 54,
Seite(n) 35-40

ARCH+ 54

Die Mietpreisbindung und die subventionierte Wohnungswirtschaft

Von Eichstädt-Bohlig, Franziska

Zur "Weisse Kreis" Diskussion in Westberlin

Wenn Westdeutsche eine Wohnungsmarkteinschätzung mit dem Satz beginnen: »Der Staat hat sich zunehmend aus dem Wohnungssektor herausgezogen...«, dann sind wir in Berlin immer etwas verwirrt und müssen zumindest für Westberlin feststellen: »In dem Maße, wie der Staat versucht hat, sich aus dem Wohnungsmarkt zurückzuziehen, hat er sich immer tiefer darin vestrickt.« Einen Wohnungsmarkt gibt es in dieser Stadt nur in soweit, wie es staatliche Subventionen gibt und die gibt es in vielfältigsten Formen:

• 85% des Nachkriegsbaus sind Sozialwohnungen (ca. 430 000 WE)

• ca. 15-20% des Altbaus sind inzwischen modernisiert, fast alle mit dieser oder jener Form öffentlicher Subventionen, vor allem mit der effektiven Steuerabschreibung nach dem Berliner-Förderungsgesetz, (ca. 100 000 bis 140 000 WE).

Diesen beiden hochsubventionierten Sektoren steht mit ca. 450 000 bis 500 000 Wohnungen der nichtmodernisierte Altbau mit Mietpreisbindung gegenüber, für den es statt Subventionen nur das schlichte Instrument privater Bewirtschaftung bei staatlich verordneter Ertragsbeschränkung gibt...

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