ARCH+ 178


Erschienen in ARCH+ 178,
Seite(n) 70-73

ARCH+ 178

Über den Möglichkeitssinn des Bildlichen

Von Fitz, Angelika

Rhetoriken von Diagramm, Bild und Ornament

Am Ende jener Straße, die Foucault und die französischen Poststrukturalisten bereisen, warten mit William James und John Dewey zwei Ikonen des Pragmatismus, prognostizierte Richard Rorty bereits 1982. Trotz aller provokativer Arroganz dieses historischen Paradoxons haben Postrukturalisten, Dekonstruktivisten und Pragmatisten oder Neopragmatisten in der Tat mehr gemeinsam als sie trennt. So argumentieren sie alle anti-essentialistisch, anti-metaphysisch und pluralistisch. Was der Neopragmatismus, vor allem Rorty, den Poststrukturalisten allerdings als kontraproduktiv vorwirft, ist die “programmatische” Unabschließbarkeit des Spiels der Signifikanten, der Aufschub als anhaltende Bewegungsfigur, die schleichend zur rein ästhetischen Spur wird. Mit dieser Kritik ist Rorty freilich nicht allein. Auch von Seiten der poststrukturalistischen Marxisten rund um Ernesto Laclau und Chantal Mouffe werden sowohl die Derridasche Auflösung des Politischen im Philosophischen als auch die operative Untauglichkeit des Deleuzeschen Multitude-Begriffes kritisiert...

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