ARCH+ 191/192


Erschienen in ARCH+ 191/192,
Seite(n) 63

ARCH+ 191/192

Gardine

Von Hagemann, Anke

Die Gardine ist eine Konvention bürgerlichen Wohnens, Kennzeichen des Privatraums, Bestandteil der Innenraumdekoration wie auch geschlechtsspezifische Raumkodierung. Die Fensterbekleidung aus lichtdurchlässigen, semi-transparenten Textilien – als vollflächiger Vorhang aus weißem Tüll- oder Spitzenstoff auch Store genannt – filtert Licht und Blicke, die vom Außenraum in den Wohnraum eindringen und reguliert damit die Durchlässigkeit der Fensteröffnung [Verweis: Jalousie]. Das Wort Gardine, das ab dem 15. Jahrhundert zunächst einen Bettvorhang bezeichnete, leitet sich vom spätlateinischen cortina (Vorhang) ab, das wiederum auf das lateinische cohors (umgrenzter Ort) zurückzuführen ist. ...

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!