ARCH+ 200


Erschienen in ARCH+ 200,
Seite(n) 94-95

ARCH+ 200

Manfredo Tafuri über die innere Krise der Architektur seit der Aufklärung

Von Tafuri, Manfredo

„Das führt fast zwangsläufig dahin, sich mit dem zu beschäftigen, was heute als das ‚Drama‘ der Architektur gilt: die erzwungene Reduktion der Architektur auf reine Architektur, auf eine Frage der Form – bar jeder Utopie –, in den besten Fällen auf sublime Nutzlosigkeit.“ (aus dem Vorwort von Progetto e utopia) Abweichend also von den allgemeinen Linien des Kritizismus der Aufklärung spielt die Architekturideologie im 18. und 19. Jh. eine hauptsächlich destruktive Rolle. Das erklärt sich daraus, daß die Architektur noch nicht über eine entwickelte Grundlage an Produktionstechniken verfügt, die den neuen Bedingungen der bürgerlichen Ideologie und dem wirtschaftlichen Liberalismus entspricht.

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