ARCH+ 200


Erschienen in ARCH+ 200,
Seite(n) 114-115

ARCH+ 200

Genealogie der Kritik: Postcolonial Studies

Von ARCH+

Die Kritik der Postcolonial Studies setzt reflexiv bei den eigenen institutionellen Voraussetzungen und Verfahrensweisen an: die Historiographien der Geistes- und Sozialwissenschaften würden bisher vornehmlich aus eurozentristischer Perspektive heraus erfolgen und die Dichotomie von „Westen“ und „Fremde“ weiter zementieren. Vor diesem Hintergrund setzt die postkoloniale Dekonstruktion der hierarchischen Binaritäten, der europäischen Konstruktion einer „dritten Welt“ sowie die Kritik an (neo)imperialistischen Tendenzen an. Daher markiert die Vorsilbe „post“ zugleich den theoretischen Bruch mit den Legitimationsweisen des westlichen Machtanspruchs als auch die Kontinuität der realpolitischen Nachwirkungen des Kolonialismus...

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