ARCH+ 178

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Erschienen in ARCH+ 178,
Seite(n) 6

ARCH+ 178

Ende und Aufbruch des souveränen Architekten

Von Bureau Schmitz-Söhnigen

Mit der These vom Lager als “Matrix der Moderne” befremdet der Philosoph Giorgio Agamben gegenwärtig die internationale Architektengemeinde, die die Zeit des “Lagers” – die “Moderne” – einmal für revolutionär und sozialkritisch hielt. Nach Hannah Arendt und Michel Foucault zwingt er das Phänomen des Lagers erneut aus seinem verdrängten Schattendasein hervor, von dem aus es bislang in aller Heimlichkeit in Einrichtungen wie den Abschiebezentren der Flughäfen, Guantanamo und den “gated communities” seine Wirkung entfaltete. Die Abteilung der Bildenden Künste der Berliner AdK gab nun diesem wiederholten Drängen der politischen Philosophie mit dem interdisziplinären Symposium Auszug aus dem Lager_Die Überwindung des modernen Raumparadigmas im Dezember 2005 nach. Die Teilnehmer verfolgten vor allem historische, literaturwissenschaftliche sowie kunsthistorische Spuren und versuchten, “den Begriff des Lagers durch ästhetische Sondierungen zu schärfen”, wie der Mitinitiator Ludger Schwarte das Konzept charakterisierte...

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