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ARCH+ 211/212


Erschienen in ARCH+ 211/212,
Seite(n) 20-25

ARCH+ 211/212

Zur Kritik des Entwicklungsdiskurses / Toward a Critique of the Discourse of Development

Von Ziai, Aram

"Es erscheint uns heute nahezu unsinnig, abzustreiten, dass es Entwicklung gibt, oder das Konzept als bedeutungslos zu ver werfen, gerade so wie es im 19. Jahrhundert schlichtweg unmöglich gewesen sein muss, das Konzept Zivilisation abzulehnen oder im zwölften Jahrhundert das Konzept Gott." (James Ferguson) Jedoch lässt sich im Lauf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Transformation des Entwicklungsdiskurses feststellen: In seiner hegemonialen Ausprägung wurde er seit den 1980er Jahren von der Post-Development-Bewegung als eurozentrisch, entpolitisierend und autoritär kritisiert. Diese Krise der Entwicklungs theorie hat dazu geführt, dass der Entwicklungsdiskurs einerseits einige der Kritikpunkte aufgriff, sich andererseits jedoch auch von der Vision globaler sozialer Gleichheit verabschiedet hat. ...
 
It seems to us today almost nonsensical to deny that there is such a thing as “development,” or to dismiss it as a meaningless concept, just as it must have been virtually impossible to reject the concept “civilization” in the nineteenth century, or the concept ‘God’ in the twelfth. (James Ferguson) In the second half of the twentieth century, a transformation in the discourse of development can be seen: since the 1980s, the post development movement has criticized the hegemonic formation of the discourse of development as Eurocentric, depoliticized, and authoritarian. This crisis in development theory has led the discourse of development to recognize aspects of the critique while it simultaneously distanced itself from the vision of global social equality. ...

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