ARCH+ 144/145


Erschienen in ARCH+ 144/145,
Seite(n) 48-52

ARCH+ 144/145

Sehen und Gesehen-Werden

Von Schnell, Angelika

Von 1926 bis 1930 notiert Sergej Eisenstein Ideen und bildhafte Szenen für ein Drehbuch zu Glass House, dessen ‘Hauptdarsteller’ ein gläserner Wolkenkratzer mit Wohnungen und Büros sein sollte. Wahrscheinlich inspirierte ihn eines der beiden Glashochhäuser von Mies van der Rohe (1919 bzw. 1921) zu diesem Filmprojekt, das genau wie diese nie realisiert wurde. Während Mies jedoch vor allem die konstruktiven und ästhetischen Besonderheiten seiner Glashäuser herausstellt, ist der Filmregisseur von den ungeahnt dramatischen Wirkungen der völligen Transparenz eines Gebäudes eingenommen, insbesondere weil in seinem Glass House nicht nur die Wände und die Außenhaut aus Glas sein sollen, sondern auch die Fußböden.
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