ARCH+ 221


Erschienen in ARCH+ 221,
Seite(n) 126-128

ARCH+ 221

Postmoderne, Theorie der

Von Trüby, Stephan

Vier neuere Publikationen zum Thema:

Jorge Otero-Pailos: Architecture’s Historical Turn. Phenomenology and the Rise of the Postmodern, Minneapolis / London: University of Minnesota Press, 2010

Emmanuel Petit: Irony; Or, The Self-Critical Opacity of Postmodern Architecture, New Haven / London: Yale University Press, 2013

Reinhold Martin: Utopia’s Ghost. Architecture and Postmodernism, Again, Minneapolis: University of Minnesota Press, 2010

Ingeborg Flagge, Romana Schneider (Hrsg.): Die Revision der Postmoderne, Hamburg: Junius, 2004

Die Postmoderne bleibt weiterhin in vielerlei Hinsicht eine kulturtheoretische Herausforderung – angefangen beim Begriff über die Epoche bis zum Stil. Die Aufrufe, das „Projekt der Moderne“ als „unvollendet“ zu betrachten, scheinen an der Gemengelage politischer, ökonomischer und kultureller Realitäten zerschellt. Die heutzutage prägende Verschränkung von Freiheitsversprechen neoliberaler Politik mit Unfreiheits-Verfestigungen der digitalen Revolution – respektive der Freiheitsversprechen der digitalen Revolution und der Unfreiheits-Verfestigungen neoliberaler Politik – kommt einer beispiellosen historischen Zäsur gleich. Damit bleibt der Postmoderne-Begriff, wie man ihn auch immer verstehen mag, fürs Erste aktuell.

Wie veränderten sich die Architektur und ihre Theoriebildung durch die Postmoderne? Vier aktuellere Publikationen versuchen hierauf Antworten zu geben, indem sie den Diskurs der Postmoderne auf den Wandel der (universitären) Architekturforschung, auf die Gestaltungsmöglichkeiten subversiver Subjekte, auf die veränderte Rolle der Ökonomie und die spezifische Rolle Deutschlands beziehen. ... 

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