ARCH+ 228


Erschienen in ARCH+ 228,
Seite(n) 78-79

ARCH+ 228

ZAO/standardarchitecture: Village Mountains

Von Zhang, Ke /  Bengert, Florian

Die unglaublich dynamische Entwicklung der Volksrepublik, die bereits 2004 von ARCH+ unter dem Titel „Chinesischer Hochgeschwindigkeitsurbanismus“ beleuchtet wurde, setzt sich auch dreizehn Jahre später ungebremst fort. Gemäß einer Studie des chinesischen Ministerium für Land und Ressourcen hat von 2010 bis 2015 die Urbanisierung rund zwölf Millionen Hektar Land pro Jahr verschlungen – das entspricht einem Drittel der Gesamtfläche Deutschlands.

Mit dem massiven Überschreiten der Obergrenze von sechs Millionen Hektar Fläche, die der Verstädterung ursprünglich seitens der Raumentwicklungspolitik pro Jahr zugebilligt wurde, schrumpft der Bestand des Ackerlands kontinuierlich. Die Landwirtschaft kann diesen Verlust nicht ad hoc durch Produktivitätssteigerung kompensieren. Um diese Entwicklung aufzuhalten, schlägt Zhang Ke, Gründer des Pekinger Büros ZAO/standardarchitecture eine radikale Lösung für urbanes Wachstum im ländlichen Raum in Form eines Stadtland-Hybrides vor. Der konzeptionelle Entwurf ähnelt in seiner absoluten Geste dem nicht realisierten Mile High Tower von Frank Lloyd Wright aus dem Jahr 1956, der in ähnlicher Form auch schon in Wrights Vision der Broadacre City aus den 1930-Jahren einen Platz fand (siehe den Beitrag von Giorgio Ciucci in dieser Ausgabe).

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