ARCH+ 228


Erschienen in ARCH+ 228,
Seite(n) 118-121

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Issei Suma: Koya

Von Suma, Issei /  Bengert, Florian

E s ist ein gängiges Problem im ländlichen Japan: Niedrige Geburtenraten und die Abwanderung der jüngeren Generationen in die Metropolen hinterlassen eine überalternde Bevölkerung in verödeten Ortschaften, Gebäude stehen leer und die Infrastruktur wird rückgebaut. Dieses Schicksal teilte auch Kamiyama, eine kleine Gemeinde im Zentrum der Präfektur Tokushima auf Shikoku, der kleinsten der vier Hauptinseln Japans.

Doch in dem 6.000-Einwohner-Dorf – acht Stunden Autofahrt von Tokio, zwei von Kobe und ¯ 50 Minuten von der Provinzhauptstadt Tokushima entfernt – bildet sich seit einigen Jahren eine neue Tendenz heraus: Das Dorf floriert dank schneller Datennetze als Standort für Satellitenbüros von IT-Firmen. Nach und nach verlassen junge, gut ausgebildete Menschen Japans Metropolen und ziehen ins Umland. Für eine IT-Firma mit Hauptsitz in Tokyo transformierte Issei Suma einen verfallenen Kuhstall in Büroräume.

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