ARCH+ 232


Erschienen in ARCH+ 232,
Seite(n) 222-225

ARCH+ 232

El Campo de Cebada

Von EL Campo De Cebada

In ganz Spanien schließen sich seit 2011 Menschen zusammen und übernehmen die Stadtverwaltungen, um das Vertrauen in demokratische Institutionen wieder aufzubauen und Entscheidungsprozesse aus der Basis heraus zu gestalten. Vielfach wurden dabei öffentliche Plätze wie der Campo de Cebada in Madrid besetzt und in Versuchslabore der Selbstverwaltung und direkten Demokratie verwandelt. Die Stadtbevölkerung wurde dadurch mobilisiert; sie kam zusammen, um ihr Recht auf Stadt einzufordern. Aus diesen sogenannten „furchtlosen Städten“ ist eine globale, dabei aber vielfältige kommunalistische Bewegung hervorgegangen, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Commons auszuweiten, die Daseinsvorsorge wieder zu kommunalisieren und die Politik zu feminisieren. Die Wahlerfolge der Bewegung haben jedoch auch die Herausforderungen bei der Transformation öffentlicher Institutionen von innen heraus offengelegt.

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