ARCH+ 173

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Erschienen in ARCH+ 173,
Seite(n) 40-43

ARCH+ 173

Claiming Land

Von Bremer, Stefanie /  Haas, Dirk E. /  Kataikko, Päivi /  Sander, Henrik /  Schulze Bäing, Andreas /  Sieverts, Boris

In seinem Roman Mason & Dixon re-imaginiert der US-amerikanische Schriftsteller Thomas Pynchon das Leben zweier Briten, Astronom der eine, Landvermesser der andere, die in den 60er Jahren des 18. Jahrhunderts ins vorrevolutionäre Amerika kamen, um einen Grenzstreit zwischen den Provinzen Pennsylvania und Maryland beizulegen. Ihre Lösung des Konflikts ist als Mason-Dixon-Linie bekannt geworden. Ein neuer Grenzverlauf zwischen den beiden Staaten, der sich im Roman jedoch durch die eine oder andere, äußerst produktive territoriale Anomalie auszeichnet: Grenzen, die beispielsweise durch vorhandene Häuser verliefen und die ansässigen Familien veranlaßten, ihr Haus auf jene Seite mit dem größeren Freiheitsversprechen zu verschieben (“Auf nach Maryland!”). Oder Zonen, die bei der Regulierung des Grenzverlaufs aus “geodätischen” Gründen übrig blieben: Terrains, die dann auch “nicht so sehr von einer Provinz beansprucht als wegen [ihrer] Unbestimmtheit geschätzt und von all jenen bewohnt [wurden], deren Wunsch es [war] – in Zeiten fließender Identitäten kaum ungewöhnlich – nirgendwo zu wohnen.”

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