ARCH+ 166

Doppelseite


Erschienen in ARCH+ 166,
Seite(n) 82

ARCH+ 166

Domsingschule Stuttgart

Von no w here architekten

Die Schule versucht zwischen ihnen zu vermitteln und das vorgefundene Arkadenthema aufzugreifen. Die gegenüberliegende, gründerzeitliche Häuserzeile ist gekennzeichnet durch den Gegensatz zwischen prächtigen, zur Straße hin orientierten Schaufassaden aus Ziegelund Natursteinmauerwerk und mit billigen Ziegeln verkleideten Rück- und Seitenfassaden. Die Domsingschule vermeidet jegliche Unterscheidung zwischen hinten und vorne: Als raumbildendes und gestaltprägendes Element windet und faltet sich die Ziegelfassade bis in die Tiefe des Grundstücks hinein und umschließt damit sämtliche Nutzungsbereiche mit einer schützenden Haut. Durch Einschnitte in die Ziegelhaut werden einzelne “Hautlappen" aufgeklappt, eingewickelt und ausgebeult, um so verschiedene Belichtungs- und Eingangssituationen zu ermöglichen. Dadurch werden auch die beiden Kernelemente des Gebäudes – der große und der kleine Chorsaal – von außen ablesbar. Durch die plastische Behandlung der Fassade löst sich der harte Charakter der Ziegelwand teilweise auf. Auch konnte weitgehend auf konventionelle, aus der Fassade herausgeschnittene Lochfenster verzichtet werden. Die Offenheit und Geschlossenheit der Haut entsprechen den Vorgaben der unterschiedlichen Nutzungsbereiche. …

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