Paul Schultze-Naumburg: Die Netzwerke des Kultur- und Rassentheoretikers

Geschrieben am 18.11.2019
Kategorie(n): ARCH+ news, Vortrag

Vortrag von Rainer Schmitz und Johanna Söhnigen
Dienstag, 26. November 2019, 19 Uhr
Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

BILD_BORRMANN_1989_214_450.png Modell der Nietzsche-Gedächtnishalle für Weimar. Portal (um 1938)

Der Architekt Paul Schultze-Naumburg (1869–1949) war im Kaiserreich auch als Publizist erfolgreich tätig. Er engagierte sich in verschiedenen Künstlervereinigungen, war in völkischen Netzwerken aktiv und hatte enge Kontakte in die Reichskanzlei. In der Weimarer Republik trat er durch rassentheoretische Schriften hervor, darunter das Buch Kunst und Rasse. 1930 trat er in die NSDAP ein, 1932 wurde er Reichstagsabgeordneter. Als Mitglied im „Sachver- ständigenbeirat für Bevölkerungs- und Rassenpolitik” wirkte er nach 1933 auch an der nationalsozialistischen Rassengesetzgebung mit.

In ihrem Vortrag geben Rainer Schmitz und Johanna Söhnigen einen Überblick über die weitgespannten Netzwerke Paul Schultze-Naumburgs und veranschaulichen sein einflussreiches Wirken von der Zeit des Kaiserreichs bis zur NS-Zeit.

Die Veranstaltung findet anlässlich der Präsentation der Medienstation „Paul Schultze-Naumburg” vom 27. November 2019 bis zum 1. März 2020 im Foyer des Dokumentationszentrums statt, die im Rahmen des DFG-Projekts „Paul Schultze-Naumburg und die Ästhetik des deutschen Volkstums in Architektur und Gartenkultur” – eines Kooperationsprojekts der Universität der Künste Berlin (Prof. Gert Gröning) und der Technischen Universität Darmstadt (Prof. Werner Durth) stattfindet.

Der Eintritt ist frei.
Moderiert wird der Abend von Prof. Dr. Andreas Nachama.
Weitere Informationen finden Sie hier

 

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