Disko 20-25: Architektur ohne Architektur

Geschrieben am 28.09.2011
Kategorie(n): ARCH+ news, Berlin, ARCH+ 203, Akademie c/o

Disko dient dem Lehrstuhl für Architektur und Stadtforschung an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg als publizistisches Organ.

Die Hefte Disko 20-25 gehen hervor aus zwei Symposien, die das Fachgebiet Architektur und Stadtforschung unter dem Titel „Architektur ohne Architektur“ 2008/09 an der AdBK Nürnberg veranstaltet hat. Ausgangsthese der Symposien war eine zweifache Problematik: a) Mit dem „Scheitern der Moderne“ hat sich die Architektur nicht nur ihres sozialen Projektes entledigt, sondern scheint insgesamt als Vertreter gesamtgesellschaftlicher Anliegen nachhaltig diskreditiert; b) zeitgenössische Architektur ist soweit in ihrer medialen Darstellungskraft gefangen (und bauökonomisch instrumentalisiert), dass sie sich dem Potential des gebauten Raumes gedanklich weitgehend entzogen hat. Architektur ohne Architektur beabsichtigt an dieser Stelle eine „Nullstellung“ des Diskurses. Die Hefte wollen ebenso als Beiträge zu einer alternativen Geschichtsschreibung verstanden werden, wie als Ansätze einer erneuerten architektonischen Praxis.

Anwesend sein werden neben den Herausgebern Arno Brandlhuber und Silvan Linden, die AutorInnen Jesko Fezer, Christoph Heinemann, Christa Kamleithner, Joachim Krausse und Christoph Schmidt.

ARCH+ beschäftigt sich mit dem Scheitern der Moderne in ARCH+ 203: Planung und Realität – Strategien im Umgang mit Großsiedlungen. Die Autoren der Disko-Hefte führen auch in ARCH+ den Diskurs über neue Ansätze der Architekturproduktion: Die Kulturwissenschaftlerin Christa Kamleithner diskutierte in der sechsten Ausgabe der Reihe ARCH+ feautures mit Laura Fogarasi-Ludloff und Jens Ludloff über Fragen der Bildpolitik. Anlässlich der Erscheinung von ARCH+ 201/202 Berlin haben wir im Rahmen der Reihe ARCH+ features das Baugruppenprojekt R50 von ifau und Jesko Fezer sowie Heide & von Beckerath vorgestellt. Joachim Krausse wiederum ist seit 1991 ständiger Mitarbeiter der ARCH+, ein wertvoller Gesprächspartner und Autor, und setzt sich schon immer mit Form- und Programmierungsfragen auseinander. Mitherausgeber Arno Brandlhubers Architekturproduktion wurde zuletzt in ARCH+ 195: Istanbul wird grün mirt seinem Bau in Berlin-Mitte vorgestellt und diskutiert. In ARCH+ 162: Die Versuchung des Populismus besprach ARCH+ mit ihm im Editorial die Fragen der gesellschaftlichen Arbeit als Planer.

Im Rahmen der Akademie c/o kooperiert ARCH+ mit dem Masterprogramms a42.org der Akademie der bildenden Künste Nürnberg (Arno Brandlhuber, Silvan Linden) und der Buchhandlung Walther König (Christian Posthofen).

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