Berliner Liegenschaftspolitik

Geschrieben am 02.05.2012
Kategorie(n): ARCH+ news, Berlin, Liegenschaftspolitik, Bodenfrage, ARCH+ 201/202, Team11

Großer Akteurs- und ExpertenInnenRATSCHLAG zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik // 

Wann: 5. Mai 2012 //
Workshop 9:30 - 16:30 Uhr //
Führung: 17:00 - 18:30 Uhr //
Podiumsdiskussion 19:00 - 21:00 Uhr // 
Ort: Forum Factory, Besselstraße 13-14, 10969 Berlin, 1. OG

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Wie in ARCH+ 201/202 beschrieben, wird die Zukunft Berlins stark von der "Bodenfrage" abhängig sein. Denn wenn der Senat die öffentlichen Liegenschaften wie bisher meistbietend veräußert, hat sie kein Instrument mehr in der Hand, selbst aktiv auf die Programmatik der Stadt einzugreifen und im Sinne des Gemeinwesens zu steuern. Damit rückt die Liegenschaftspolitik in den Fokus der Debatte. Seitdem ist vieles passiert. Selbst die politischen Vertreter haben sich inzwischen der Forderung nach einem Stopp der Veräußerung öffentlicher Liegendschaften angeschlossen.

In diesem Kontext findet am 5.5.2012 ein großer „Akteurs- und ExpertInnenRATSCHLAG zur Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik“ statt. Die Initiative Stadt Neudenken und über 20 weitere Organisationen haben Akteure und ExpertInnen der Liegenschaftspolitik sowie alle interessierten BürgerInnen und VertreterInnen aller Parteien des Abgeordnetenhauses eingeladen.

In der Einladung heißt es:
Zur Debatte steht eine der wichtigsten Fragen der Berliner Stadtentwicklung: „Wie soll die Stadt mit ihren Grundstücken umgehen, damit deren Entwicklung einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung von kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Vielfalt leistet?" fragt Leonie Baumann, Mitinitiatorin von Stadt Neudenken und Rektorin Kunsthochschule Berlin Weißensee. 

Das Bündnis Stadt Neudenken hat mit über 500 Organisationen und Personen ein Positionspapier veröffentlicht. Darin formuliert die Initiative stadtentwicklungspolitische Ziele und fordert ein Moratorium für Liegenschaftsverkäufe „bis die grundsätzliche Neuausrichtung der Berliner Liegenschaftspolitik beschlossen ist". Bereits im Positionspapier wurde die Einrichtung eines öffentlichen Runden Tisches, mit Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft angekündigt.

Mit dem Akteurs- und ExpertenRATSCHLAG verfolgt das Bündnis Stadt Neudenken klare Ziele

- Aufklärung der Öffentlichkeit über die Boden- und Liegenschaftsfrage
- Selbstbildung und Präzisierung der Ziele des Positionspapiers
- Entwicklung eines Strategie- und Maßnahmenkatalogs zur Liegenschaftspolitik
- Einfluss auf die interne Debatte zur Liegenschaftspolitik des Berliner Senats

Noch vor der Sommerpause will die Initiative Stadt Neudenken einen Runden Tisch einberufen und einen Strategie- und Maßnahmenkatalog zur Liegenschaftspolitik vorstellen.

Das Positionspapier der Initiative kann unter www.stadtneudenken.net gezeichnet werden.

Kontakt zur Initiative Stadt Neudenken
Florian Schmidt
0160 964 12 601
kontakt@stadtneudenken.net


Initiatoren von Stadt Neudenken sind:
- Andreas Ammann (YOUNG CLIMATE SUMMIT)
- Leonie Baumann (Rektorin Kunsthochschule Berlin Weißensee)
- Arno Brandlhuber (Architekt und Stadtplaner, Professor Akademie der Bildenden Künste Nürnberg)
- Florian Schmidt (Stadtsoziologe)

Anmeldeformular, Programm - alle Veranstalter und ReferentInnen unter:
http://stadtneudenkenpublic.pbworks.com/w/page/53036423/Programm

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