ARCH+ 175


Erschienen in ARCH+ 175,
Seite(n) 14-15

ARCH+ 175

Das Immersionsprinzip

Von Ngo, Anh-Linh

Es wurde gelegentlich der Versuch unternommen, bestimmte Effekte der Architektur von Rem Koolhaas auf seine frühere Tätigkeit als Drehbuchautor zurückzuführen. Dabei taucht der Begriff der Szenographie immer wieder auf. Die “szenische Auflösung” wird dabei als ein Stilmittel der In-Szenierung, im Sinne eines mise en scène interpretiert, das Koolhaas aus dem cineastischen Zusammenhang in die Architektur überführt habe. Reicht dies als Erklärung aus, um all die Durchwegungen, Rampen, Trajekte, all die Durchbrüche, Raumbeziehungen und Überrumpelungsstrategien in den Entwürfen von OMA zu verstehen? Welche Bedeutung haben sie über die Funktion als Stilmittel hinaus? Ist dies tatsächlich etwas, was Koolhaas von “außen” in die Architektur hinein gebracht hat, oder ist es nicht im Gegenteil eine urarchitektonische Kategorie – nämlich die der Immersion?

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