ARCH+ 230


Erschienen in ARCH+ 230,
Seite(n) 76-82

ARCH+ 230

Alltag(s)-Wissen – Der Traum vom guten Leben

Von Wilhelm, Karin

Die moderne Welt des 20. Jahrhunderts kündigte sich in einer Doppelfigur an: In leuchtend heller Gestalt verkörperte sie als energetisches Zukunftsprojekt der Industrialisierung und Urbanisierung eine neue Lebenslust und existenzielle Freizügigkeit, hinter deren Rücken sich allerdings dramatisch und kraftvoll eine dunkle Seite formierte. Mit dieser dunklen Seite verbinden wir heute die ökonomische wie politische Katastrophe der Entfesselung der Kriegstechnik im Jahr 1914, die sich unter der Oberfläche eines naiv zukunftsgläubigen Denkens entwickelt hatte, eines Denkens, das die derweil zunehmend technisch strukturierte moderne Welt gerade durch die Anwendung technischer Erfindungen als ein beherrschbares Kontinuum rationaler Handhabungen voraussetzte. In diesem Umfeld hatte sich die schillernd schöne Seite der modernen Welt den Blicken der Völker seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auf mehreren Weltausstellungen verheißungsvoll präsentiert.

Wer diese neue Welt der friedlich scheinenden Nationenkonkurrenzen nicht vor Ort in London, Paris, Wien, Chicago oder San Francisco hatte bestaunen können, erfuhr von diesen neuen Produktivkräften durch die soeben aufblühenden Medien:

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